Weitere Fortschritte und ein böse Überraschung…

Estrichboden und Anflug von „Dekofimmel“

Nachdem ich nun, im Schweiße meines Angesichts, einen eingermaßen ebenen Untergrund geschaffen habe, kam die Estrichfirma pünktlich zum Termin.

 

Gleich 4 Mann gehörten zur Kollone – und was soll ich sagen? Nach 3 Stunden (von 07.00 – 10.00Uhr) waren sie wieder weg! Wow – Wow – Wow !!! Kurz war ich am zaudern, ob mein Plan für die andere Scheunenseite der Falsche ist: Fußboden, Decke, Wände alles aus OSB.

Nachdem der Estrich nun ein paar Wochen Zeit zum trocknen hatte, überkam mich der erste „Dekofimmel“… Es gibt noch keine Stromversorgung für die Scheune. Bisher ziehe ich mir jedes Mal eine Kabeltrommel nach hinten, um arbeiten zu können. Da muss endlich Licht rein…

Ein (für mein Verständnis) günstiges Internetangebot von „Vintage- Öl-Lampen“ gefiel mir auf anhieb! In Wirklichkeit sind diese mit LED ausgestatteten und wirken (durch flackereffekt) wirklich echt. Machen sich doch toll in meiner Scheune – oder?

 

Für die „große“ Beleuchtung hatte ich bereits Anfang des Jahres jeweils vier, koppelbare, 3er LED Bauleuchten besorgt. Diese hab ich nun, nach oben abstahlend, auf die Balkenkonstruktion montiert. Leider funktionieren diese nun zwar noch mit Stecker über die Kabeltrommel, aber das kann man später ja noch ändern.

Eine böse Überraschung gab es auf der anderen Scheunenseite!

Mitten in der Vorbereitung des Untergrundes (ich bleib bei meiner OSB-Variante), beim „wühlen im Dreck“, stieß ich auf etwas Hartes…

Im ersten Moment dachte ich: Wieder ein Ziegel… Aber leider NEIN , es hatte eine Metallummantelung, welche schon ziehmlich durchgerostet und sich zum Teil aufgelöst hatte… Kreidebleich muss ich ausgesehen haben, als ich auf das andere Ende sah und ein (gut erhaltenes) Papiersiegel fand: „Sprengbüchse, 1944 und eine Seriennummer“ – Oh Mann!

Schon vor ein paar Wochen fand ich 2 Gewehrpatronen sowie ein Munitionsetikett und habe mir nix weiter dabei gedacht…

Polizei angerufen und warten! Nach ca. ner Stunde kam ein Mann vom Ordnungsamt und sah sich die Büchse an… „Oh! Na dann ruf ich mal den Räum- und Bergungsdienst an!“ Zum Glück waren die gerade in der Nähe und schon 15min später ebenfalls auf dem Hof.

Laut deren Einschätzung bestünde aber nur ein minimales („…im einstelligen Promillebereich“) Restrisiko, dass da noch mehr sein könnte. Selbst wenn, wäre die Wahrscheinlichkeit angeblich sehr gering, dass da – solang es in der Erde wäre – etwas passieren könnte….

Nochmal: Oh Mann! Wie das Zeug dahin kam? Keine Ahnung!

 

böse Überraschung 01
böse Überraschung 02

Viel Schlimmer: Wenn ich mir überlege, dass ich den Scheunenboden (gefühlt) schon dreimal mit Spaten, Hacke, Rechen, Mistgabel und Schaufel „durchgepflügt“ habe…. Ehrlich? Ich bin froh, dass die Behörden das Zeug (Patronen und Sprengkapsel) mitgenommen haben – aber die Restaussage läßt mich mit mulmigem Gefühl weitermachen…

Klar: Ein Metalldetektor wäre in der Scheune mit Sicherheit komplett „durchgedreht“… Was ich da schon alles rausgeholt habe: Töpfe, Büchsen, Schüsseln, Sensenblätter, Äxte, Türscharniere und Beschläge, riesige Nägel und Bolzen, Tierschädel, von Mardern geklaute Eierbeute, Ofenklappen und Herdabdeckungen…. Von normalen Schrauben und Nägeln ganz zu schweigen. Trotzdem!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.