Männertag (Teil 2)

Prämiere Pizzaofen

Viele haben schon gefragt: „Was ist denn eigentlich aus dem Pizza-Ofen-Projekt geworden?“

In der Vorosterwoche begannen wir den „Grundstein“ zu setzen. In den Wochen danach nahm der Ofen Gestalt an. Es handelt sich um einen zweischichtigen Lehmofen (aus altem Scheunenlehm!). Er besteht also aus einer inneren Lehm-, einer rückführenden Luft- und einer äußeren Lehmschicht.

Anheizen

Die Aufbauanleitung habe ich aus dem Internet. In dieser  Beschreibung sind die Verfasser auch auf die weiterführende Beheizung und die Backeigenschaften eines solchen Ofens eingegangen und ich wollte mich daran halten.

So war hier textlich von einer etwa 2,5Stündigen „Anheizphase“ die Rede, welche den Ofen, bei Verwendung von kleinen Ästen sowie ab und zu ein Scheit,  auf stattliche 500Grad aufheizen sollte.

Die Temperatur konnte ich nur bedingt überprüfen. Leider war mein Temperaturfühler (ca.15cm) nicht lang genug, um wirklich alle Schichten zu durchstoßen und bis in den Innenraum vorzudringen.

Aber wie man(n) so ist, die hungrige Familie – alle mit den selbst belegten „Rohlingen“ – im Rücken, die eigene Ungeduld im Nacken: Nach über 3 Stunden anfeuern, bei kleinem Feuer, zeigte das Thermometer (im Lehm steckend) gerade mal 80Grad an und irgendwie schien sich daran nix mehr zu ändern…   

Mein Gedanke war allerdings, die Flammen eines offenen Feuers erreichen wohl Temperaturen bis ca.800Grad, die verbleibende Glut (wie beim Grillen) speichert dann noch Wärme von ca. 500-700Grad, da müssten doch 3 Stunden für ein paar kleine Pizzen reichen….?!?! DENKSTE!

 

Kurz:

Die Hitze des sooo lang angeheizten Ofens reichte gerade für ca. 2,5 Pizzen…. Diese waren unbestritten „oberlecker“- aber der Rest der Familie musste nun noch auf die „Verlängerung“ im Backofen der Küche warten. Auch der vorbereitete Blechkuchen (denn laut „Bedienungsanleitung“ kann man wohl den ganzen Abend über, mit einer Ofenheizung(!!!), mehr als nur Pizza backen) landete schlussendlich im Backofen der Küche.

Nach dem Verzehr der Pizzen wollte ich aber doch noch nicht aufgeben…

 

Für das ebenfalls vorbereitete Brot, heizte ich nun wie ein „Wilder“. Holzscheit folgte auf Holzscheit durch die Ofenluke zum Schornstein in den Abendhimmel hinaus. Bis Mitternacht (der Rest der Familie hatte sich schon ins Bett verkrümelt) heizte ich so kräftig weiter. Das Thermometer zeigt am Ende ca. 150 Grad an…

Auch ich war nun müde…. schob die Glut an den Innenrand, und das Brot in die Mitte…. ich traute mich erst nach ca. 10min nachzuschauen – zu spät!

Die obere Schicht war Kohlrabenschwarz – innen noch roh! Verbranntes entfernt – nochmal für 5min in den Ofen – diesmal hats gepasst!

Der kleine Rest war dann ebenfalls recht lecker…

Für die erste Pizzaofen-Session also ein sehr „durchwachsener“ Erfolg.

Mein Fazit:

Wir hatten unseren Spaß und die Erfahrungen lassen Spielraum für weitere Versuche! Mit mehr Geduld, mehr Hitze und „kleineren“ Portionen wird es hier also sicher eine Fortsetzung geben! 

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