2018 – Hoftreppe (Teil 3)

Neustart im Frühjahr:

Die ersten sonnenreichen Wochenenden nutzten wir, um einen ausführlichen Frühjahrsputz durchzuführen.

Die Vorarbeiten an der Treppe waren im letzten Herbst erledigt und haben den Winter bestens überstanden.

Vorbereitung und Profile:

Nur um „sicher zu gehen“, trug ich an allen Wandanschlüssen und Durchdringungen eine zusätzliche, faserverstärkte Kunststoffdichtung auf.

Jetzt konnten alle Spezialprofile auf Länge gebracht und mit Edelstahlschrauben befestigt werden. Hierbei musste besonders auf die exakte Gehrungsausführung geachtet werden.

Tipp für „Nachmacher“: Bei der nächsten Treppe würde würde ich sämtliche Schraubenköpfe zusätzlich, mittels vorbohren, versenken.

Die Abdichtung:

Dann wurde eine selbstklebende Bitumendichtbahn bis an die Profile geklebt. Da die Dicke der Dichtbahn somit fast genau der Profilstärke entspricht, bleibt die Entwässerung über die Profilschlitze gewährleistet.

Sämtliche Stöße und Fugen wurden anschließen mit einem, ebenfalls selbstklebenden Aluband überklebt.

Verlegung des Belags:

Nun kann es an die Verlegung der wasserdurchlässigen und auf einem Gittergewebe fixierten Marmorkiesplatten gehen.

Auf den Flächen werden die 50 x 50 cm großen Platten auf Stoß verlegt.

Bei Anschlüssen und Durchdringungen lässt man  „großzügig“ , zwischen 2 und 3cm Luft. Das erleichtert den „Zuschnitt“ emens. Mit einem Cuttermesser trennt man das unterseitige Gittergewebe und die Kanten kann man sehr gut mit einer Biegezange brechen.

Etwas schwerer ließ sich in unserer Situation die Oberseite der seitlichen Brüstungsfläche belegen. Dreiseitig durch verschiedene Profile eingefasst, war hier ein exakter Kantenschnitt mittels Trennscheibe notwendig.

Die Stufen:

Nachdem die Fläche belegt war, ging es an die Treppenstufen. Auch die Platten für Tritt- und Setzstufen sind standardmäßig vorgefertigt und müssen nur noch vor Ort angepasst werden.

Hierbei werden immer zuerst die Setzstufen zugeschnitten, unter die Treppenprofile geschoben und mit Spezialkleber angeklebt.

Die Platten für die Trittstufen werden nach dem Längenzuschnitt ebenfalls unter die Treppenprofile geschoben und lose verlegt. Sind die Trittflächen schmaler, kann man wieder eine ungleichmäßige Bruchkante zur Setzstufen erzeugen. Ist sie breiter bleibt der Randbereich zur Setzstufe wieder „frei“.

Die Anschlüsse:

Sind alle Platten verlegt, wird aus dem – zum System gehörigen – losen Steingranulat und Bindemittel (1K- PU-Kleber) ein Kiesgemisch angerührt. Damit werden dann alle offenen Bruchkantenfugen, Ausbrüche und Durchdringungen angespachtelt.

Auch später lassen sich mit einem derartigen Ansatz problemlos kleinere Ausbesserungen vornehmen. Leider gibt es das PU-Bindemittel aber nur in 1kg-Gebinden – und ist dies einmal angebrochen härtet der Rest (auch Luftdicht verschlossen) sehr schnell aus.

Hierfür wäre es schön, wenn der Hersteller noch eine Art „Reperaturset“ anbieten könnte.

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